„Das eigene Erfahren im Sehen, Wahrnehmen, Vermuten, Entdecken, Deuten, Erkennen heißt bei sich selbst ankommen“ 

Enkaustik

Enkaustik bedeutet im Griechischen einbrennen und wird abgeleitet vom Malen mit in heißflüssigem Wachs gebundenen Pigmenten auf Holztafeln. Vom 1.-4. Jahrhundert wurde die Wachsmalerei vorwiegend für Totenbildnisse benutzt. Diese Bildnisse des Fayum wurden erst im19. Jahrhundert wiederentdeckt und in den Metropolen Europas präsentiert. Sie regten Künstler an, wie E. Munch, P. Becker- Modersohn, in dieser Technik zu arbeiten.

Für mich bedeutet das Arbeiten mit flüssigem Wachs, die Kombination der verschiedensten Materialeigenschaften in einem Grundstoff verfügbar zu haben: das Lasierende des Aquarells, das Trocken-körnige der Kreiden und das Pastose des Acryl, wobei auch feinste Lineaturen gezeichnet werden können.

Die Wachse verkoche ich mit unterschiedlichsten Farbpigmenten. Dadurch habe ich Wachsplatten in jeder gewünschten Nuance verfügbar. Mit Spachtel, Pinsel oder mit heißen, oft selbstgefertigten Geräten bringe ich das flüssig aufzutragende Wachs auf den Kartonuntergrund auf. Es trocknet sofort und härtet aus, wobei ich spontan in weiteren künstlerischen Entscheidungen das Wachs modelliere, Verläufe setze, Kanten entstehen lasse. Es ist ein Transformationsprozess, bis meine eigene Vorstellung realisiert ist, wobei auch dem Zufälligen eine Chance gegeben wird.

A-236-GRAUES-WINDEN

A-391-WINDSBRAUT-BLAU

A-442-RUNDSCHLAG-ROT

A-321-GETRIEBEN

A-421-VERSTEINERT

A-238-WAS-BLEIBT

A-843-Schönste-Aussicht

A-290-SEE-YOU

A-683-Schmuckstücke?

A-588-Es gibt immer mehr als zwei Sichten!

A-228-HIMMELROT-JAUCHZEND